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24.05.2026

  • 24. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Guten Morgen,


diese Woche beschäftigten sich mehrere Treffen mit dem Verkehr in und um Bacharach - sowohl auf der Schiene wie auch auf der Strasse. Ein Vor-Ort-Termin mit Verantwortlichen des Bahnhofsmanagements der Deutschen Bahn half, die konkreten Maßnahmen zu besprechen, welche im Bahnhofsgebiet im Rahmen der Generalsanierung im ersten Halbjahr 2028 geplant sind: Verlängerung beider Bahnsteige für längere Regionalexpress-Züge (z.B. in der Hauptverkehrszeit), Erneuerung von Ausstattungselementen wie Sitzmobiliar, zusätzliche Wetterschutzhäuser, Erneuerung von Markierungen sowie Beschilderung und Verschönerungsmaßnahmen am Stellwerk. Wichtig zu wissen: das Bahnhofsgebäude ist in Privatbesitz und somit nicht Bestandteil dieses Maßnahmenplans.


Darüber hinaus fand diese Woche die sogenannte Verkehrsschau mit verschiedenen Funktionsvertretern des Landesamtes Mobilität, der Kreisverwaltung, der Verbandsgemeinde (Ordnungsamt) und der Polizeiinspektion statt. Bei diesem Treffen werden typischerweise Themen wie Gefahrenstellen, Parkmöglichkeiten oder Verkehrsregelungen besprochen. Wenig überraschend unterliegen alle diese Themen einer außerordentlich hohen Reglementierung, so dass die Mehrzahl der Wünsche und Vorschläge zu Geschwindigkeitsbegrenzungen, baulichen Maßnahmen oder zusätzlichen Parkkapazitäten nicht umsetzbar erscheint. Aus meiner Sicht benötigen künftige Gespräche von Seiten der Funktionsträger einen stärkeren Fokus auf Prävention von Gefahrensituationen und Unfällen statt Referenzen zu historischen Werten aus der Statistik. Dies insbesondere mit Blick auf die Verkehrslage in der Altstadt von Bacharach: Wir sehen dort bereits heute, gerade an Wochenenden in der Hochsaison, eine extrem hohe Fußgängerdichte bei gleichzeitiger Durchfahrt von PKWs, LKWs, Bussen und Motorrädern. Die Gefahrensituation wird darüber hinaus durch parkende Fahrzeuge verschärft. Auch hierzu eine Anmerkung: Das Ordnungsamt kontrolliert nun verstärkt in der Altstadt von Bacharach, übt diese Kontrollen aber in der Regel mit dem gebotenen Augenmaß aus. Das heißt, dass ein:e Fahrer:in, welche:r zum Ein- und Aussteigen, zum Be- und Entladen oder zum Beispiel für die zügige Abholung eines Rezeptes hält, von den Ordnungsbeamten mit „Wohlwollen“ behandelt wird. Fahrzeugführer:innen, welche die Altstadt als Parkplatz benutzen, müssen jedoch mit einem Bußgeld rechnen, denn dies verschärft die schon beschriebene Gefahrensituation.


Mit Blick auf erwartete, steigende Besucher:innenzahlen und insbesondere auf die BUGA 2029 ist es zwingend notwendig, dass wir hier weitere verkehrsberuhigende Möglichkeiten erörtern - ergebnisoffen und lösungsorientiert, wohlwissend dass dies in der Vergangenheit schon versucht wurde und dass die schon erwähnte starke Reglementierung eine hohe Hürde darstellt.

Ich wünsche allen einen schönen Sonntag und frohe Pfingsten! Dieter Kemmer


PS: Wie schon vielerorts angekündigt findet am Donnerstag um 18.30h die Bürgerveranstaltung „Großbaustelle Bacharach - 3 Jahre bis zur Vision 2029“ statt, eine gute Gelegenheit sich zu informieren und Fragen zu stellen!


Typische Straßenszene am Wochenende in der Altstadt. Foto: Privat
Typische Straßenszene am Wochenende in der Altstadt. Foto: Privat

 
 

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