08.02.2026
- 8. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Guten Morgen,
diese Woche begann mit der Ortsbürgermeisterdienstbesprechung (das Amtsdeutsch neigt zu langen Begriffen…), welche mehrfach im Jahr durch die VG Rhein-Nahe organisiert wird. Neben internen Diskussionen war der Austausch mit dem Landrat, Thomas Barth, welcher als Gast an der Runde teilnahm, ein wichtiger Tagesordnungspunkt. Landrat Barth zeigte sich gut informiert zu Themen der VG Rhein-Nahe und bekundete, wie auch bei anderen Anlässen, sein aufrichtiges Interesse an den Sorgen und Bitten der Ortsgemeinden. Wir verfolgen nun gespannt in welchem Maße wir dies in entsprechenden Entscheidungen reflektiert sehen - sein Wahlversprechen, die Kreisumlage für dieses Jahr nicht zu erhöhen, hat er gehalten!
Ebenfalls diese Woche traf sich das ALMA-Projektteam (ALMA = Aktives Leerstandsmanagement Altstadt), um insbesondere auf unsere Laden-Leerstände zu schauen - mit Blick auf eine Zwischennutzung, welche wir im Rahmen des Förderprogramms finanziell unterstützen können. Wir planen nun im nächsten Schritt mit einigen Eigentümer:innen konkret ins Gespräch zu treten. Unsere Initiative weckt auch weiterhin Interesse in den Medien - das SWR Fernsehen hat sich für diesen Monat angekündigt, um über unser Projekt zu berichten.
Der Landesbetrieb Mobilität (LBM), zuständig für die sogenannten klassifizierten Straßen (Bundes-, Landes- und Kreisstraßen) hat in diesen Tagen darüber informiert, wann, wo und wofür in den nächsten drei Jahren in und um Bacharach gebaut werden wird. Die Liste der Bauvorhaben ist beeindruckend lang (hier nachzulesen: www.lbm.rlp.de) und kann aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden: Einerseits mit Blick auf die Unannehmlichkeiten, welche mit solchen Baustellen verbunden sind, wie Behinderung, Sperrung, Lärm, Schmutz usw. Und andererseits mit Blick auf die lange fälligen Umbauten und Sanierungen zur Verbesserung unserer maroden Infrastruktur.
Wenn wir zu all diesen Vorhaben noch die weiteren Maßnahmen hinzuzählen, welche in den nächsten drei Jahren in Bacharach anstehen, so können wir ahnen, welch enorme Großbaustelle hier entstehen wird: BUGA-Gelände, Rathaussanierung, Stadtmauersanierung, Campingplatzsanierung, Glasfaserverlegung, Bahnstreckensanierung… Wichtig in diesem Zusammenhang ist herauszustellen, dass viele dieser Maßnahmen (z.B. die des LBM und der Bahn) nicht in unserem direkten Einflussbereich liegen. Wir können zwar den Bauträgern unsere Wünsche oder Sichtweisen darlegen, aber wir haben kein echtes Mitbestimmungsrecht.
Letztendlich dienen jedoch alle diese Maßnahmen dazu, Bacharach mit einer zukunftsfähigen Infrastruktur auszustatten - was sicherlich in unser aller Interesse liegt. Doch zuvor gilt, ganz salopp ausgedrückt: Bevor es 2029 richtig gut wird, wird es demnächst erst einmal richtig schlecht! Ich möchte sicherstellen, dass wir in dieser Zeit genügend Gelegenheit für Kommunikation und Austausch finden - wir können die Baustellen dadurch nicht reduzieren, aber vielleicht das Verständnis hierzu verbessern. Ich wünschen allen einen schönen Sonntag!
Dieter Kemmer
