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03.05.2026

  • 3. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Guten Morgen,


unsere verschiedenen Bauvorhaben, bei denen die Stadt als Bauherr auftritt, befinden sich in diesen Wochen in der Phase der Vorbereitung oder Umsetzung von Ausschreibungen und Vergaben. Während wir also für die Stadtmauersanierung und die Campingplatzmodernisierung noch nicht zu Angeboten eingeladen haben, konnten wir zur Rathaussanierung bereits die Anbieter:innen zu den verschiedenen Arbeitspaketen - Architekt:innen, Ingenieur:innen, Techniker:innen - in zwei ganztägigen Treffen im Rathaus kennenlernen und befragen. Die Vorgehensweise von der Erstellung der Ausschreibungen bis zur Vergabe an einen Anbieter ist sehr komplex und langwierig - eine neue Erkenntnis für mich bei meiner ersten Beteiligung an einem solch großen Bauprojekt.


Und aus meiner Sicht zeigt sich wie so oft in der Politik: die Absicht und das Ziel, welche zu dieser Vorgehensweise führen, sind völlig nachvollziehbar und absolut richtig - aber die Umsetzung durch bürokratische, formale und rechtliche Betrachtungen unnötig schwerfällig und langsam. Das gesamte Verfahren muss von einer Rechtsanwaltskanzlei begleitet und organisiert werden, um Verfahrensfehler im Ausschreibungs- und Vergabeprozess zu vermeiden. Alle Anbieter müssen angehört werden, auch wenn einige bereits im Vorfeld als aussichtslos erscheinen. Die Beurteilung der einzelnen Anbieter muss detailgenau dokumentiert und quantifiziert werden.


Wie gesagt, die dahinterstehende Absicht ist richtig: transparente, gerechtfertigte Entscheidungen auf der Grundlage von objektiven Kriterien - und nicht aufgrund von Sympathien, Eigeninteressen oder anderen inakzeptablen Motiven. Es führt allerdings dazu, dass wir mit vielen haupt- und ehrenamtlichen Beteiligten einen enormen zeitlichen und inhaltlichen Aufwand betreiben und für den gesamten Ausschreibungs- und Vergabeprozess eine Reihe von Monaten benötigt werden, bevor auch nur der erste konkrete Plan ausgearbeitet und die ersten Arbeiten begonnen werden können.


Nichtsdestotrotz geht es unentwegt voran, nach dem Rathaus geht es nun weiter, wie schon erwähnt, mit der Stadtmauer und dem Campingplatz. Und unsere Beteiligung an den anderen Projekten bei denen wir nicht Bauherr sind - BUGA, B9, Bahn etc. - ist natürlich ebenso wichtig und intensiv - aufregende Zeiten!


Ich wünschen allen einen schönen Sonntag!

Dieter Kemmer


Der Sanierungsbedarf am Rathaus ist offensichtlich. Fotos: Privat
Der Sanierungsbedarf am Rathaus ist offensichtlich. Fotos: Privat



 
 

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